Fotoausrüstung

Die Kameras

Wer Fotografie so lebt und liebt wie wir, häuft unweigerlich die ein oder andere Technik und Kamera an, um das bestmögliche aus den Motiven herauszuholen. Es ist kein Geheimnis, wir bearbeiten unsere Fotos nach, da das RAW-Bild aus der Kamera nur die gute Grundlage ist – den Feinschliff verpassen wir den Bildern mit Adobe Lightroom und Affinity Photo. Beide Programme können wir uneingeschränkt empfehlen, auch für Anfänger.

Aber die beste Software nützt nicht viel, wenn das Ausgangsbild aus der Kamera nichts taugt. Daher nutzen wir folgende Kameras…

Vanessas Kamera:

Die letzten Jahre hörte ich immer häufiger „du und deine Kamera, man sieht dich gar nicht mehr ohne“ – an dem Vorwurf ist etwas Wahres dran. Irgendeine Kamera hatte ich schon immer, wobei die „Spaßknipserei“ nicht wirklich als Fotografie zu bezeichnen war. Schöne Momente, Urlaubsschnappschüsse oder viele Besuche in Zoos, all das habe ich mehr schlecht als recht festgehalten.

2015 wagte ich den Schritt und kaufte meine erste Spiegelreflexkamera, erhoffte mir die totale Qualitätssteigerung und wurde enttäuscht. Wer zum ersten Mal mit der DSLR-Kamera fotografiert, wird das Problem kennen: Das Bild kommt wesentlich blasser und unscheinbarer aus der Kamera, als man es von Kompaktkameras gewohnt ist. Dass ein großer Teil erst durch die finale Nachbearbeitung zustande kommt, wusste ich zu diesem Zeitpunkt genauso wenig, wie essentiell das Zusammenspiel aus ISO, Blende und Verschlusszeit ist. Wozu auch, wenn man die neue Kamera im Automatikmodus nutzen kann…

Im letzten Jahr habe ich meine Kamera eingetauscht. Vorher war ich unzufrieden mit der Nikon d3200 (die bei schlechten Lichtverhältnissen einfach nur furchtbare Bilder produzierte, unabhängig von meinem damaligen Können), nun bin ich überglücklich mit der Sony Alpha 6000.

und seitdem…

Einige Fotos mache ich mit dem dazugehörigen Kit-Objektiv (16-50mm), den Großteil allerdings mit dem geliebten „Altglas“, ein Domiplan mit Festbrennweite 50mm und 2,8er Blende. Mit passendem Adapter lassen sich alte Objektive problemlos an die Systemkamera adaptieren.
Um noch mehr Bokeh (gewollte Unschärfe) aus dem Objektiv holen zu können, nutze ich unterschiedliche Zwischenringe (10mm und/oder 16mm), um die Naheinstellungsgrenze deutlich zu verändern. Knackscharf wie bei Julians Makroobjektiv wird natürlich kein Bild, dafür hat es häufig einen leicht alten Touch. Altglas eben! 😉

Mittlerweile fotografiere ich fast ausschließlich im manuellen Modus und spiele mit diversen Hilfsmitteln, um unterschiedliche Effekte ins Bild zu zaubern. Aber unter uns: Ohne Julians Nachhilfe, was die Technikgrundlagen angeht, würde ich das heute auch nicht können… ohne das nötige Handwerkszeug nutzen einem die besten Ideen auch nichts.

 

Julians Kamera:

Für Photographie habe ich mich irgendwie schon immer begeistern können.
Damals war es einfach nur knipsen mit der von meinem Vater ausgeliehenen Spiegelreflexkamera (Minolta). Irgendwann bekam ich dann von meinem Großvater eine Zitat: „Cola und Fanta dichte“ 35mm Kompaktkamera der Marke Kodak (welche ich auch noch besitze) zum Geburtstag. Damit ging das knipsen dann einfacher von der Hand, da ich nicht immer bei Papa betteln musste. 😉
Allerdings waren die Filme sowie das Entwickeln für mich als Schüler nicht immer so wirklich erschwinglich, weshalb ich dann in der Schule in die Foto AG gegangen bin, um mir zumindest schon mal die Entwicklungskosten sparen zu können. 😉

Im Jahr 2003 zog dann die aller erste digitale Kompaktkamera bei mir ein. Lustigerweise war meine allererste Digitalkamera eine Sony DSC P-9. Lustig deswegen, weil ich nun genau 10 Jahre später wieder bei Sony gelandet bin.
Irgendwann rüstete ich dann mit einer Rollei dp5200 auf. Diese hatte dann schon immense 5Megapixel und das wichtigste, sie konnte mit SD Karten umgehen.

Dann ging es los…

Ende 2006 war es dann soweit, von meinem hart ersparten Geld kaufte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera! Das war damals die Canon EOS 400D mit einem 18-55mm Kit Zoom Objektiv, welche mich daraufhin viele Jahre lang begleitete und aus dem damaligen Knipsen wurde dann immer mehr das Fotografieren. Zu der Kamera gesellten sich dann irgendwann noch weitere Objektive und Blitze.

2010 war ich dann (meiner Meinung nach) wirklich bei der Fotografie angekommen, schickte meine EOS 400D in Rente und ersetzte sie mit der Canon EOS 7D. Mit ihr zog dann sogar noch ein „L“ Objektiv ein, auf das ich wirklich stolz war.
Im Oktober 2013, genau 10 Jahre nach meiner ersten Sony Kamera, machte ich nun den finalen Systemwechsel, verkaufte mein gesamtes Canon-Equipment (verdammt, war das viel geworden über die 7 Jahre) und wechselte wieder „zurück“ zu Sony. Ich ging einen weiteren Schritt in der Fotografie und schaffte mir eine Systemkamera mit Vollformatsensor (Sony Alpha 7) an.
Im Oktober 2015 tauschte ich die Sony Alpha 7 dann gegen die Sony Alpha 7 MKII ein, welche ich immer noch nutze und mit ihr derzeitig wirklich absolut glücklich bin.

Und wenn ich mir nun so die Timeline anschaue werde ich 2018 wohl eine weitere Ergänzung des Beitrages machen.. 😉

 

Objektive, die wir häufig nutzen:

Zoom Lens:

Sony SEL1635Z, 16-35 mm, F4 ZA OSS, Vario Tessar T*

Prime Lens:

Sony SEL55F18Z, 55 mm, F1,8 ZA, Sonnar T*
Lensbaby LB-V56BX Velvet 56
Samyang 100mm F2.8

Altglas:

MINOLTA MC ROKKOR 50mm 1:1.4

Ein Schätzchen versteckte sich allerdings im „Dekofundus“. Von Bekannten erhielt ich irgendwann eine uralte Kamera mit Objektiv geschenkt. Die Kamera funktionierte nicht mehr so richtig, also stand sie nur als Dekoration auf dem Schrank. Bis Vanessa die Frage aller Fragen stellte: „Sag mal, der eine Fotograf hatte doch genau so ein altes Objektiv an seiner Sony. Geht das bei dir eigentlich auch?“. Sprach sie und bestellte kurzerhand den passenden Adapter. Seitdem ist das Minolta Rokkor mit seiner 50mm Festbrennweite und der lichtstarken Blende 1,4 auch oft und gerne im Einsatz. Ein wirklich tolles Objektiv für soft-weiche Portraitfotos mit wunderschönem Bokeh.

Weiteres Zubehör wie Stative, Reinigungssets usw. stellen wir euch in einem gesonderten Beitrag vor.