Rezept: Low Carb Brot – viel Geschmack und gute Konsistenz

Hallo liebe Feinschmecker,

Brot ist in der Low Carb Ernährung meist ein Grund für Schnappatmung. Buhu, die bösen Kohlenhydrate, die man verteufeln und meiden muss. Aber was macht man, wenn man seine Wurst- und Käsescheiben am morgen weiterhin essen mag? Oder Frischkäse, oder mal einen Burger, bei dem man nicht das Gefühl hat, in einen Rührei-Deckel zu beissen?

Wir haben die Lösung: Selber backen!
In fertigen Eiweißbroten stecken zu viele Inhaltsstoffe, die wir nicht essen wollen oder können, daher bleibt uns nur der Weg des Selbstbackens. Der Vorteil ist natürlich, es schmeckt immer wieder anders und lässt sich perfekt für seine Vorhaben anpassen.
Wenn wir eh wissen, wir essen die nächsten Tage herzhaften Belag, verbacke ich auch gern getrocknete Salatkräuter oder Zwiebeln mit im Brot. Für süßen Belag (zum Beispiel Frischkäse mit Beerenobst) eignet sich das Grundrezept perfekt, da es nur einen leckeren, leicht nussigen Hafergeschmack besitzt.

Unsere Brote backen wir in Silikonformen, so bekommen wir sie ohne extra Backpapier oder große Fummelei wieder aus der Form. Theoretisch lässt sich der Teig auch zu einem Brot formen und ohne Form backen – jedoch klebt der Teig viel extremer als Hefeteig (den man mit Mehlbestäubung daran hindern kann) und daher spare ich mir das Gematsche lieber und gebe den Teig gleich in eine Form.

Auf dem Bild seht ihr rechts die Grundversion, auf der linken Seite sind zusätzlich ganze Leinsamen, Kürbis- und Sonnenblumenkerne im Brot. Damit ist auch gleich für gesunde Fette gesorgt!

Low carb Brot, Haferkleie, Körner, Nüsse, Samen, Saaten, lecker

Aber Moment mal, da ist HAFER im Brot. Das ist doch nicht Low Carb!?

Doch. Jein, der Reihe nach. Streng genommen ist ein Getreideprodukt mit einem hohen Kohlenhydratanteil (ca 40%) natürlich nicht Low Carb, das ist korrekt. Jetzt kommt das große Aber:
Haferkleie hat einen hohen Anteil unlöslicher Ballaststoffe, die für eure Verdauung sehr wichtig sind. Wer sehr eiweißreich isst und dazu noch auf vermeintlich böse Fette verzichtet (beispielsweise das Low Carb Konzept von Pierre Dukan), wird sein blaues Wunder auf dem stillen Örtchen erleben. Es bleibt dort sehr still… also, Ballaststoffe befreien euch vom Ballast, kann man sich ganz leicht merken! 😉
Haferkleie besitzt komplexe Kohlenhydrate, die nur sehr langsam verstoffwechselt werden. Purer Zucker hingegen pusht euch zunächst ordentlich, danach sackt euer Blutzuckerspiegel genauso schnell wieder ab. Solche extremen Schwankungen schlagen auf Kreislauf und Gemüt – und führen zu Heisshungerattacken.
Haferkleie hingegen sättigt sehr lange mit kleinsten Mengen, die Kohlenhydrate darin werden nur langsam verarbeitet. Ihr futtert euch quasi ein kleines Kohlenhydratdepot für den Tag an.
Zusätzlich beinhaltet die Haferkleie Beta-Glucan. Sagt euch nichts? Mir auch lange nicht. Beta-Glucan ist ein löslicher Ballaststoff, der den Cholesterinspiegel positiv beeinflussen kann. Wer sich von euch Low Carb ernährt, macht dies überwiegend zur Gewichtsreduktion. Dabei werden (zu hohe) Cholesterinwerte oft auch eine Rolle spielen.Low carb Brot, Haferkleie, Körner, Nüsse, Samen, Saaten, lecker

Ganz schön viel Theorie…

Das stimmt. In der Kurzform könnt ihr euch merken:

Haferkleie hat zwar viele Kohlenhydrate, aber gute, komplexe Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe, einen hohen Sättigungsfaktor und viele positive Effekte auf Cholesterinwerte und Verdauung.

Da überwiegt klar die PRO-Seite! Nebenbei ist Haferkleie ein gutes Bindemittel für Brotteige, welches für eine angenehme Konsistenz sorgt und einen leicht nussigen Geschmack verleiht.

Lasst es euch schmecken!

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Rezept: Low Carb Brot - viel Geschmack und gute Konsistenz
 
Low Carb Brot mit Haferkleie. Brot-ähnliche Konsistenz, toller, saftiger Geschmack und sehr wandelbar!
Autor:
Kategorie: Brot und Gebäck
Zutaten
  • 300 g. Haferkleie
  • 500 g. Quark
  • 50 g. Leinsamen (geschrotet)
  • 6 Eier
  • eine Tüte Backpulver
  • etwas Salz
Zubereitung
  1. Verrührt Eier, Quark und Salz miteinander.
  2. Schrotet sie Leinsamen am besten frisch. Sie müssen geschrotet sein, damit der Teig Bindung erhält!
  3. Rührt Leinsamen, Backpulver und Haferkleie unter.
  4. Die Grundversion ist damit fertig. Verfeinern könnt ihr das Brot ganz nach Geschmack - mit weiteren Nüssen und Samen, getrockneten Kräutern, für die Optik mit ein paar Haferflocken bestreuen und und und...
  5. Den Teig in die Form geben, 15 Minuten ruhen und quellen lassen. In der Zeit den Ofen auf 175° (Umluft) vorheizen, das Brot "nach Sicht" backen. Wir machen aus dem Teig 2 flache Brote, diese sind nach 35 Minuten durch, im ausgeschalteten Backofen lasse ich sie noch auskühlen. Wenn ihr ein großes Brot daraus backt, wird sich die Backzeit natürlich verlängern!

 

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Kreatives Chaosköpfchen. Kocht, backt, grillt, häkelt, strickt, malt, liest, probiert und genießt gerne und oft. Ein Tag ohne Bücher und Kaffee ist kein guter Tag... ;-)

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