Rum-Tasting: Fanø Skibsrom Havnfruen

Rum-Tasting: Fanø Skibsrom Havnfruen

11. November 2018 1 Von Vanessa Siemon

Guten Abend, Freunde des feinen Geschmacks,

heute haben wir ein besonderes Leckerchen für euch. Diesen besonderen Rum haben wir während unseres Urlaubs auf der wunderschönen, dänischen Insel Fanø kennen- und lieben gelernt.

Das Besondere daran: Die Grundzutat ist dunkler Jamaica-Rum, der auf der Insel Fanø weiter verfeinert wird und nachreifen darf. In kleinen Fässern erhält er zusätzlich Aromen von Heidehonig und Sanddorn. Zwei verschiedene Versionen dieses leckeren Rums gibt es, Havnfruen und Havnmanden. Ihr könnt es sicher erraten, auch ohne dänisch zu sprechen 😉 für echte Seebären und Meerjungfrauen. Oder eben für uns.

Wir stellen euch heute die mildere Version des Rums vor, den guten Fanø Skibsrom Havnfruen, der zusätzlich mit feiner Madagaskar-Vanille aromatisiert wird und dadurch seinen unvergleichlichen Geschmack erhält. Wenn ihr eher auf kräftigere Rum-Varianten steht, empfehlen wir euch den Havnmanden (unsere Verkostungsnotiz)

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Name: Fanø Skibsrom Havnfruen
Distillerie: Fanø Skibsrom
Herkunftsland/Region: ursprünglich Jamaica, gereift auf Fanø, Dänemark
Alter: nicht angegeben
Alkoholgehalt: 41,5 ‰
Besonderheit: direkte Vergleichsverkostung mit Fanø Skibsrom Havnmanden
Weitere Infos: Fanø Skibsrom – Homepage

Erster optischer Eindruck:
Viskosität: erst spät eine sehr starke Tränchenbildung, das deutet auf eine sehr gute Öligkeit hin
Farbe: passend zur Insel, wunderschönes Bernstein

 

Die „erste Nase“, unser erster Eindruck* beim gezielten Riechen:

Julian: sehr, sehr süß. Sanddorn und Marzipan duften herrlich heraus. Im Hintergrund taucht der Duft von Lösungsmittel auf, verschwindet aber auch sehr schnell wieder. Rosenblüten und Hagebutten rieche ich, da fühlt man sich gleich wieder auf die Insel zurückversetzt. Rosinen und viel Vanille

Vanessa: Marzipan, auch passend ein bisschen Amaretto, sehr mild und lecker. Ein sehr weicher Rum, der unglaublich lecker nach Vanille und überreifer Birne duftet.

Der Geschmack*, das erste Probieren:

Julian: Vanille, Sanddorn und Honig dominieren definitiv. Dazu gesellen sich Karamell und Kandiszucker. Vom Mundgefühl her erinnert mich dieser Rum an Kinderhustensaft – dieser ist ja auch sehr süß und legt sich herrlich cremig auf Gaumen und Zunge.

Vanessa: Der erste Schluck erinnert mich direkt an den Karamellpudding, den wir am Tag zuvor im Urlaub gelöffelt haben. Mandelkekse schmecke ich raus, auch ein bisschen Butterfudge. Trockenobst (Aprikose) taucht auf, auch ein bisschen Aroma vom Bratapfel verirrt sich in den Geschmack. Auf mein geliebtes Shortbread zum Whisky, bzw in dem Fall zum Rum, kann ich verzichten – auch dieses Aroma bringt der Rum von sich aus mit.

Erneutes Riechen*, weiteres Probieren, Fazit:

Julian: Wahnsinnig lecker! Im Vergleich zum Havnmanden schmeckt der Havnfruen herrlich süffig, süß und mild.

Vanessa: Wir hatten schon einmal einen Rum, der als „sehr süß“ bezeichnet wurde und sich am Ende als komische Zuckerpampe herausstellte. Der Fanø Skibsrom Havnfruen ist zwar auch sehr, sehr süß, aber dabei keinesfalls unnatürlich süß. Die Süße stammt eindeutig aus Aromen, die für diesen Geschmack sorgen – Heidehonig, Vanille, gute Holzfässer.
Diesen Rum habe ich für Gebäck bereits genutzt: Ein wenig davon unter Puderzucker gerührt ergibt einen herrlichen Rum-Guss, der jedem Plätzchen einen Hauch Urlaub verleiht.

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*Geschmack ist, natürlich, rein subjektiv. Daher erheben wir keinen Anspruch, mit unserem Geschmack den Geschmack zu beschreiben, den jeder andere Genießer herausschmecken wird. Aber gerade das macht dieses Genussmittel zu spannend!

Wie unsere Verkostungen aussehen, haben wir in diesem Beitrag zusammen gefasst: Whisky-Tasting