Weihnachtsbäckerei: Baumkuchen – saftig und aromatisch

Weihnachtsbäckerei: Baumkuchen – saftig und aromatisch

2. Dezember 2018 0 Von Vanessa Siemon

Hallo liebe WeihnachtsbäckerInnen und Baumkuchen-Fans  😉

heute habe ich ein Rezept für euch, für das ihr deutlich mehr (ungestörte) Zeit einplanen solltet. Es dauert nicht länger als eine große Ladung Plätzchen, aber ihr müsst durchgehend aufmerksam am Backofen stehen und euer Backwerk im Auge behalten.
Einmal nicht aufgepasst, und die oberste Schicht ist verbrannt und schmeckt auch so…

Aber wer will schon einen Baumkuchen…

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Um es mir in diesem Jahr besonders schwer zu machen, wollte ich statt einem großen Baumkuchen lieber Baumkuchenspitzen machen. Diese dauern zwar vom Backen her auch nicht länger als ein ganzer Baumkuchen, aber sie anschließend mit Schokolade einzeln zu überziehen, hat locker nochmal die gleiche Zeit gedauert. Alles in allem hab ich gute 3 Stunden in der Küche verbracht. Aber es hat sich gelohnt, definitiv.

Und, wie ist der Baumkuchen geworden?

Kennt ihr das, wenn ihr Baumkuchen anschneidet? Ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich still und leise die einzelnen Schichten versuche zu zählen. Beim Backen habe ich zwar mitgezählt (es waren 14 Schichten), aber beim nachträglichen zählen kam ich trotzdem auf eine völlig andere Summe. Irgendwas zwischen 13 und 18 Schichten habe ich gezählt, das ist mysteriös. 😉

Geschmack? Geschmack!

Vergleichbar ist dieser Baumkuchen mit keinem, den ich bisher gegessen habe. Die gekauften sind zwar sehr saftig, aber ich vermisse oft die sichtbaren Schichten. Eben das, was dieses besondere Backwerk so besonders macht. Der Baumkuchen von meiner lieben Schwiegermutti schmeckt zwar auch sehr, sehr lecker, ist aber keinesfalls so saftig. Eher kompakt und trockener, dafür hält er sich auch sehr lang. Unseren Baumkuchen, den wir letztes Jahr von ihr zu Weihnachten bekamen, war Ende Januar immer noch sehr lecker.

Meine Variante schmeckt wahnsinnig lecker nach Marzipan, das allein ist schon ein herrlich feines Aroma. Zusätzlich habe ich einen Teil der Baumkuchenspitzen mit Rum (Don Papa) getränkt, sodass noch viel mehr Aroma enthalten ist. Nach dem Trocknen wurden alle Baumkuchenspitzen mit Zartbitterkuvertüre überzogen. Bewusst habe ich diese herbe Schokolade gewählt, der Baumkuchen ist ansich süß genug und der leicht bittere Geschmack der Schokolade hebt die anderen Aromen sehr gut heraus.

Wenn da nur nicht die Arbeit wäre…

Nur an der Technik muss ich noch arbeiten, es hat wahnsinnig lang gedauert, alle Spitzen mit Schokolade zu überziehen. Eintauchen war nicht erfolgreich, dafür waren die Spitzen zu klein und weich. Mit einem Löffel übergießen war am Ende die einzig erfolgreiche Variante, dauerte dafür aber auch sehr, sehr lange.

Aber für diesen Geschmack hat sich die Arbeit definitiv gelohnt…

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Weihnachtsbäckerei: Baumkuchen - extra saftig und aromatisch
 
Autor:
Zutaten
  • 250g Butter
  • 250g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 6 Eier, getrennt
  • 150g Dinkelmehl
  • 100g Speisestärke
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 100g Marzipan
  • 1 Röhrchen Bittermandelaroma
  • 3 Esslöffel Amaretto
  • .
  • Zusätzlich:
  • Saft oder Alkohol zum Tränken (wir haben Rum genommen)
  • Kuvertüre oder Puderzuckerguss, zum Verzieren.
Zubereitung
  1. Marzipan kleinzupfen und mit dem Amaretto erwärmen (nicht kochen!), bis eine cremige Masse entsteht und das Marzipan komplett aufgelöst ist. Wieder etwas abkühlen lassen, damit das Eigelb gleich nicht stockt.
  2. Die Eigelbe mit Butter, Bittermandelaroma, Vanillezucker und Puderzucker sehr schaumig rühren. Das Marzipan-Amaretto-Gemisch hinzugeben. Ich habe die Masse ungefähr 10 Minuten auf mittlerer Stufe rühren lassen.
  3. Eiweiß mit einer Prise Salz sehr steif schlagen.
  4. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, löffelweise zur Teigmasse geben.
  5. Das geschlagene Eiweiß in mehreren Portionen vorsichtig unterheben.
  6. Den Backofen vorheizen, Grillfunktion einschalten bei ungefähr 220°
  7. Eine Backform mit Backpapier auslegen (ich hatte einen Backrahmen auf Backpapier und Backblech gestellt), 2-3EL auf dem Boden der Form verstreichen und auf unterster Schiene im Backofen ca. 3 Minuten grillen. Bitte darauf achten, dass der Kuchen nicht zu dunkel wird. Ihr riecht es auch, wenn die oberste Schicht fertig ist 😉 sie sollte eine schöne braune Farbe angenommen haben.
  8. Form herausnehmen, wieder 2-3EL Teig vorsichtig verteilen, nicht zu fest verstreichen um die oberste Schicht nicht zu lösen, und wieder 2-3 Minuten auf unterster Schiene grillen.
  9. So macht ihr weiter, bis der Teig aufgebraucht ist.
  10. Den Kuchen auskühlen lassen, vorsichtig vom Rand der Form lösen und nach Wunsch verzieren.
  11. Meine Variante: Ich habe den Kuchen in einer rechteckigen Form gebacken (28x32cm Backrahmen), die Teigmenge reicht für einen Kuchen mit ca. 3cm Höhe in dieser Form. Nach dem abkühlen habe ich den Kuchen mehrfach dünn mit Rum eingestrichen, zwischendurch immer wieder antrocken lassen. Anschließend habe ich ihn in 4x4cm Quadrate geschnitten, diese dann in Dreiecke geteilt.
  12. Die einzelnen Dreiecke habe ich mit Zartbitterschokolade überzogen (bei der Teigmenge ca. 400g Kuvertüre)

 

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